Unterschiede bei Schleifölen

Grundsätzlich werden Schleiföle eingesetzt, um die Reibungswärme während des gesamten Schleifprozesses materialgerecht auf optimalem Niveau zu halten. Dabei spielen verschiedenste Prozessfaktoren eine Rolle.

Das Schleiföl macht den Unterschied

Die Produktivität, also eine schnelle Bearbeitung des Werkstücks, ist ebenso relevant wie die Oberflächengüte (keine Haarrisse, kein Schleifbrand) und geringer Werkzeugverschleiß. Hierfür muss das für den jeweiligen Prozess gewählte Schleiföl über bestimmte Eigenschaften verfügen. Wesentliche Charakteristika sind die Additivierung für die jeweilige Anwendung, das Schaumverhalten, das Luftabscheidevermögen, Viskosität und Flammpunkte und gutes Filtrierverhalten.

Steht beim Schleifen mit niedrigen bis mittleren Schleifscheiben-Umfangsgeschwindigkeiten vor allem die Kühlung des Prozesses im Fokus, sind bei steigendem Zeitspanvolumen Kühlschmierstoffe mit besonderer Reibungsminderung gefragt. Die Wahl des passenden Schleiföls hat darüber hinaus wesentlichen Einfluss auf die Betriebskostenminimierung und damit auf die wirtschaftliche Effizienz des Prozesses. In jedem Einzelfall ist eine komplexe Situation zu beurteilen, die sich an den Parametern Schmieren, Kühlen, Reinigen, Spülen und Korrosionsminderung ausrichtet.

Anforderungen an Schleiföle

Schleiföle sind an die Anforderungen der einzelnen Verfahren anpassbar. Vom Planschleifen über das Glattschleifen, Rundschleifen und Profilschleifen bis hin zum Tief- und Nutschleifen stehen spezielle Ölqualitäten zur Verfügung, Ihr Einsatz ist auch davon abhängig, welche Maschinenkonstruktion vorliegt. Die Maschine muss für den Einsatz mit Schleifölen tauglich sein. So sind z.B. ein Feuerlöscher und Druckentlastungsklappen notwendig, und die Bauteile müssen ölbeständig sein. Es gibt grundsätzlich mehrere Möglichkeiten an Basisölen für Schleiföle. Den auf Hydrocrack-Basis (HC) erhältlichen Ölen stehen die qualitativ anspruchsvolleren GTL (Gas to Liquid) Ölen und Polyalphaolefin-Produkte (PAO) gegenüber.

Schleiföle für gute Prozessergebnisse in der Hartmetallbearbeitung

Entscheidend für eine hohe Produktivität sind immer auch das Schaumverhalten sowie das Luftabscheidevermögen des verwendeten Schleiföles. Insbesondere die im Öl eingeschlossene und komprimierte Luft (Luftbläschen) explodiert beim Düsenaustritt regelrecht. Ein gutes Prozessergebnis ist demnach nur mit schaumarmen Schleifölen mit gutem Luftabscheidevermögen machbar.

Gefahren beim Umgang mit Schleiföl vermeiden

Die gesundheitliche Unbedenklichkeit hat oberste Priorität beim Einsatz von Schleifölen. Um den Anwender umfassend zu schützen, sind gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, die in der neuen Regel für technische Gefahrstoffe (siehe Wichtige Information für Hartmetallschleifer – TRGS 561) aktualisiert wurden. Geht es hier insbesondere um das Einatmen gefährlicher Stoffe wie z.B. Kobalt, werden an anderer Stelle weitergehende Aspekte, z.B. dermatologische, die Haut betreffende Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen, geregelt.

Fazit

Es gibt gute Argumente, bei der Wahl des passenden Schleiföls darauf zu achten, dass es allen gesetzlichen Vorschriften entspricht, zudem den Anwender schützt und auch ökonomisch effizient eingesetzt werden kann. Die Beratung durch den Experten kann hierbei von hohem Nutzen sein. Schleiföle der Produktreihe esgeGrind erfüllen die oben genannten Anforderungen und bieten für jeden Einsatz und dessen unterschiedlichste Prozess-Bedingungen die individuell richtige Lösung, in HC-, GTL- oder PAO-Qualität.

 

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