GHS Gefahrensymbol für Gesundheitsgefahr

Während der Arbeit mit Erodieranlagen sind bei der Verwendung von Dielektrika einige Sicherheits- und Schutzmaßnahmen von Vorteil, die einen unbedenklichen Betrieb gewährleisten. Sie betreffen sowohl den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung, nehmen aber auch gleichermaßen den Schutz der Umwelt in den Fokus.

Entstehung von Dämpfen bei der Funkenerosion

Bei der Funkenerosion werden Dämpfe gebildet, die aus zwei Quellen herrühren. Zum einen entstehen Dämpfe aus dem Einsatz des Dielektrikums. Zum anderen bilden sich Metalldämpfe. Während Sie bei den unterschiedlichen Dielektrika renommierter Anbieter wie esgemo sicher sein können, dass auch beim Dauereinsatz keine gefährlichen Dämpfe wie beispielsweise aus Benzolverbindungen entstehen, ist es angezeigt, bei der Bildung der Metalldämpfe Vorsicht walten zu lassen.

Um die Gefährdung durch zum Beispiel Chrom, Nickel, Wolframcarbid oder Molybdän möglichst effektiv einzugrenzen, sollte die Erodierstelle so hoch wie möglich mit dem Dielektrikum bedeckt sein. So können die Metalldämpfe im Dielektrikum kondensieren. Nach VDI-Richtlinie vorgeschrieben sind 40 Millimeter Überdeckung, man sollte allerdings mit Blick auf die Gesundheit der Mitarbeiter eine möglichst große Höhe umsetzen.

Funkenerosion und die Vermeidung von Hautschädigungen

Im Normalfall, das heißt bei einer relativ unempfindlichen und nicht zu Allergien neigenden Haut kann man davon ausgehen, dass keinerlei Schädigung durch üblicherweise verwendete Dielektrika entstehen. Hautkontakt mit dem Dielektrikum erfolgt in der Regel ausschließlich über die Hände, und hier sind noch anhaftende Flüssigkeiten problemlos, ohne aggressive Seifen oder Pasten zu entfernen. Diese generelle Unbedenklichkeit trifft allerdings nicht unbedingt auf Mitarbeiter zu, die zu allergischen Reaktionen der Haut neigen. Aus jahrzehntelanger Praxis lässt sich aber auch hier feststellen, dass Problemreaktionen nur sehr selten auftreten.

Grundsätzlich sollte in jedem Fall ein geeigneter Hautschutz verwendet werden. Aus unserem Programm stehen hier CoverSkin oder eine entsprechende Hautschutzsalbe zur Verfügung.

Anders verhält es sich bei den Schwebstoffen im verschmutzten beziehungsweise benutzten Dielektrikum. Hierbei handelt es sich um Abtragspartikel, die aus mikrofeinen Werkstoffstückchen mit u.U. äußerst scharfen Schnittkanten bestehen. Auf Grund ihrer Feinheit lassen sich Verletzungen auf der ungeschützten Oberhaut kaum vermeiden.

Funkenerosion und Sicherheitsvorschriften

In Zusammenhang mit der oben erwähnten Bildung von Dämpfen schreibt die entsprechende VDI-Richtlinie 3402 vor, dass durch eine entsprechende Belüftung der Erodieranlage sichergestellt werden muss, dass sich keine Gase, Dämpfe, Nebel oder Rauch entwickeln, die die Gesundheit der Mitarbeiter gefährden. Darüber hinaus muss ausgeschlossen werden, dass eine zündfähige Atmosphäre entstehen kann.
Ist dies wegen der verwendeten Arbeitsmedien unvermeidbar, muss eine entsprechende Absaugvorrichtung angebaut werden. Dies hat auch Auswirkungen auf die Erodieranlage selbst, da die Elektroinstallation in diesem Fall den besonderen Bedingungen für feuergefährdete Betriebsstätten genügen muss.

Auf Nummer Sicher mit dem Fachmann

In allen Fragen, die den Einsatz von Dielektrika bei elektrischen Erodieranlagen betreffen, lohnt es sich, die Empfehlung des Fachmanns einzuholen. Sowohl was den Arbeits- und Umweltschutz als auch die Effizienz in der Produktion angeht, können Ihnen die praxiserfahrenen Berater von esgemo das optimale Produkt bieten.

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Gefahren und Sicherheit beim Umgang mit Dielektrika
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