Mischgerät für Kühlschmierstoffe

Beim Anmischen von wassermischbaren Kühlschmierstoffen ist die Wasserzusammensetzung von großer Bedeutung. So spielen der pH-Wert, die Leitfähigkeit, die Gesamthärte, der Nitrit-, Nitrat- und Chloridgehalt sowie die Keimzahl eine wichtige Rolle. Einige Richtwerte sollten deshalb eingehalten werden.

Der pH-Wert des Ansetzwassers sollte im Idealfall bei 7 liegen. Liegt er unterhalb von 6, kann er den pH-Wert der Kühlschmierstoff-Emulsion beim Ansetzen absinken lassen. Das kann zur Folge haben, dass sich der Korrosionsschutz vermindert und die Emulsion instabil wird.

Ist das Anmischwasser zu hart, können sich Kalkseifen bilden, die auf der Emulsionsoberfläche weiße Spuren hinterlassen. Je nach Ausmaß kann das zu Ablagerungen auf Werkstücken und Werkzeugen führen. Anmischwasser ab ca. 20°dH sollte enthärtet werden. Auch ein Nachfüllen mit vollentsalztem Wasser kann hier helfen. Liegt das Anmischwasser allerdings bei einer Härte von weniger als 10°dH, kann sich Schaum auf der Emulsion oder Lösung bilden. In diesem Fall kann man auf Aufhärter oder Entschäumer zurückgreifen.

Die Technische Regel für Gefahrenstoffe (TRGS 611) gibt bei Nitrat eine Begrenzung in Höhe von 50ppm im Anmischwasser vor. Mit dieser Limitierung von anorganischen Ionen soll eine mögliche Bildung von Nitrosaminen verhindert werden. Denn Nitrit kann in Verbindung mit sekundären Aminen zu Nitrosaminen führen. Da Nitrit in Gebrauchtemulsionen aber meist durch den Abbau von Nitrat entsteht, ist es sinnvoll, auch den Nitratgehalt zu begrenzen.

Der Chloridgehalt des Anmischwassers sollte unterhalb von ca. 250 ppm liegen. Ab 250 ppm kann der Korrosionsschutz leiden. Zu einer Anreicherung des Chloridgehalts kann es in Folge einer Wasserverdunstung kommen. Bei einem zu hohen Chloridgehalt kann es helfen, vollentsalztes Wasser zur Kühlschmierstoff-Nachdosierung zu verwenden.

Das Anmischwasser sollte Trinkwasserqualität besitzen. Die maximale Keimzahl beträgt nach der Trinkwasserverordnung 10² (100) KBE/ml (KBE = Koloniebildende Einheiten). Krankheitserreger dürfen nicht vorhanden sein.

Wasserqualität bei Kühlschmierstoffen

Kühlschmierstoff-Emulsionen beinhalten in der Regel mehr als 90% Wasser. Bei Kühlschmierstoff-Lösungen beträgt der Wasseranteil des Öfteren sogar mehr als 95%. Entsprechend wirkt sich die Wasserqualität auf die Funktionalität der wassermischbaren Kühlschmierstoffe während der Anwendung aus. Wer zum Anmischen von wassermischbaren Kühlschmierstoffen Leitungswasser verwendet, kann sich beim zuständigen Wasserwerk nach der Wasserqualität und -zusammensetzung erkundigen.

Am besten arbeitet man beim Anmischen von wassermischbaren Kühlschmierstoffen mit automatischen Mischgeräten. Hat man keine Mischgeräte parat, kann man den Kühlschmierstoff auch langsam von Hand in vorbereitetes Wasser eingießen (nicht umgekehrt!) und gleichzeitig gründlich umrühren bis das KSS-Konzentrat restlos einemulgiert ist.

Das richtige Mischungsverhältnis von wassermischbaren Kühlschmierstoffen und dem Anmischwasser für den jeweiligen Einsatzfall entnehmen Sie bitte dem esgemo KSS-Rechner oder wenden Sie sich an unsere Serviceabteilung unter Telefon 06261 6752615 oder info@esgemo.de

Den passenden wassermischbaren Kühlschmierstoff finden Sie im esgemo KSS-Navigator

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